CULTURE MAGAZINE

AUSSTELLUNGEN
Lyonel Feininger – Retrospektive

27.10.2023 - 18.02.2024Schirn Kunsthalle in Frankfurt
A
Lyonel Feininger, Selbstbildnis, 1915, Öl auf Leinwand, 100,3 x 80 cm
 The Museum of Fine Arts, Houston, Ankauf des Museums
finanziert durch den Caroline Wiess Law Accessions Endowment
Fund, 2014.756, © The Museum of Fine Arts, Houston / VG Bild-
Kunst, Bonn 2023
Lyonel Feininger, Selbstbildnis, 1915
Öl auf Leinwand, 100,3 x 80 cm
The Museum of Fine Arts, Houston, Ankauf des Museums finanziert durch den Caroline Wiess Law Accessions Endowment Fund, 2014.756
© The Museum of Fine Arts, Houston / VG Bild-Kunst, Bonn 2023

Feiningers künstlerische Welt

Die Schirn Kunsthalle Frankfurt zeigt eine eindrucksvolle Retrospektive des deutsch-amerikanischen Künstlers Lyonel Feininger, die erste ihrer Art in Deutschland seit über 25 Jahren. Feininger, bekannt für seine einzigartigen Darstellungen von Gebäuden und kristalliner Architektur, hat die Kunstszene der Moderne entscheidend geprägt. Die Ausstellung, die neben den bekannten Werken auch selten gezeigte Hauptwerke wie „Die Radfahrer (Radrennen)“ (1912) und „Gelmeroda XIII“ (1936) umfasst, bietet dem Besucher eine umfassende und überraschende Perspektive auf Feiningers Schaffen.

Lyonel Feininger, Die Radfahrer (Radrennen), 1912
 Öl auf Leinwand, 80,3 x 100,3 cm, National Gallery of Art, Washington,
DC, Sammlung von Mr. und Mrs. Paul Mellon, 1985.64.17, © VG
Bild-Kunst, Bonn 2023
Lyonel Feininger, Die Radfahrer (Radrennen), 1912
Öl auf Leinwand, 80,3 x 100,3 cm, National Gallery of Art, Washington,
DC, Sammlung von Mr. und Mrs. Paul Mellon, 1985.64.17, © VG Bild-Kunst, Bonn 2023

Von der Karikatur zum Bauhaus

Feininger begann seine künstlerische Laufbahn als Grafiker und Karikaturist und entwickelte schon früh einen ganz eigenen Stil. Die Ausstellung beleuchtet sein figuratives Frühwerk, das von politischen Karikaturen und humorvollen Stadtansichten geprägt ist. Ebenso wird seine Rolle als Bauhaus-Lehrer und Meister grafischer Techniken beleuchtet. Besonders hervorzuheben sind Feiningers Beiträge zur Comic-Kunst mit Serien wie „Die Kin-der-Kids“ und „Wee Willie Winkie’s World“. Diese Aspekte seines Werkes zeigen die Vielfalt und Tiefe seines Schaffens.

Lyonel Feininger, Dame in Mauve, 1922
 Öl auf Leinwand, 100,5 x 80,5 cm,
 © Museo Nacional Thyssen-Bornemsiza, Madrid / VG Bild-Kunst, Bonn 2023
Lyonel Feininger, Dame in Mauve, 1922
Öl auf Leinwand, 100,5 x 80,5 cm,
© Museo Nacional Thyssen-Bornemsiza, Madrid / VG Bild-Kunst, Bonn 2023

Architektur in neuem Licht

Die Ausstellung gibt einen umfassenden Überblick über Feiningers berühmte Architekturserien, die während des Ersten Weltkriegs entstanden und bis in die 1920er Jahre fortgeführt wurden. Seine Auseinandersetzung mit Kubismus und Futurismus führte zur Entwicklung eines einzigartigen Stils, in dem er architektonische Formen in prismatische Strukturen auflöste. Diese Werke spiegeln Feiningers Faszination für Licht, Raum und geistige Klarheit wider. Die Ausstellung zeigt auch, wie Feininger seine Architekturbilder mit musikalischen Prinzipien wie Harmonie und Dissonanz verband.

Lyonel Feininger, Leviathan (Dampfer Odin I), 1917
 Öl auf Leinwand, 81,3 x 100,3 cm, Privatsammlung Schweiz, 
© VG Bild-Kunst, Bonn 2023
Lyonel Feininger, Leviathan (Dampfer Odin I), 1917
Öl auf Leinwand, 81,3 x 100,3 cm, Privatsammlung Schweiz,
© VG Bild-Kunst, Bonn 2023

Exil und Neuanfang in Amerika

Die letzte Sektion der Ausstellung konzentriert sich auf Feiningers Zeit im amerikanischen Exil. Nachdem er aus dem nationalsozialistischen Deutschland geflohen war, fand Feininger in New York eine neue künstlerische Heimat. Die Ausstellung zeigt, wie er seine früheren Motive in einem neuen Stil aufgriff und Elemente seiner früheren Arbeiten, wie die geometrische Komposition, in die Darstellung der New Yorker Skyline integrierte. Diese Werke repräsentieren nicht nur Feiningers Anpassungsfähigkeit als Künstler, sondern auch die Kontinuität und Entwicklung seines einzigartigen Stils.

Weitere Informationen

Die Ausstellung „Lyonel Feininger.Retrospektive“ (Werbung) auf der Website der Schirn Kunsthalle Frankfurt.

Buchcover "Lyonel Feininger.Retrospektive" 
© Hirmer
Buchcover „Lyonel Feininger.Retrospektive“
© Hirmer

Buch zur Ausstellung

Zur Lyonel-Feininger-Retrospektive in der Schirn Kunsthalle Frankfurt ist im Hirmer Verlag ein Begleitbuch erschienen, das sowohl für Kunstinteressierte als auch für Fachleute eine umfassende Quelle darstellt. Auf 272 Seiten mit 230 farbigen Abbildungen gibt das Buch einen fundierten Einblick in das vielschichtige Werk Feiningers. Das großformatige, gebundene Werk ist nicht nur ein visuelles Erlebnis, sondern bietet auch fundierte Beiträge namhafter Experten wie U. Ackermann, S. Ehlert, A. Huber und anderen.

TitelLyonel Feininger.Retrospektive
HerausgeberIngrid Pfeiffer
AutorenU. Ackermann, S. Ehlert, A. Huber, G. Köpnick,
F. Lampe, B. Leven, A. Moeller and I. Pfeiffer
VerlagHirmer
EinbandHardcover
Seiten272 S., 230 Abb. in Farbe
SpracheDeutsch
Abmessungen24 x 29 cm
ISBN978-3-7774-4177-1
Preis49,90 €

Weitere Informationen zum Buch „Lyonel Feininger.Retrospektive“ (Werbung) auf der Website des Hirmer Verlags.

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